#book – Die Jahre der Toten

Vermodderte, stinkenden und vorallem wandelnde Leichen sind nach wie vor ziemlich hip und dementsprechend werden aktuell auch die Regale der Buchläden ganz gut mit entsprechender Literatur bestückt. Da ich auch auf den Mist stehe konnte ich meine Wichsgriffel also auch nicht von Z. A. Rechts Die Jahre der Toten lassen. Dieser Text wird eindeutige Spuren von Spoilern enthalten. Mea Culpa, aber Sie sind gewarnt.

Das Buch geht (zunächst) mal einen eher unüblichen Weg in diesem Genre. Der Fokus liegt nicht auf einer einzelnen Person oder einer Gruppe von Überlebenden, sondern der Ausbruch des sogenannten Morgenstern-Virus wird global betrachtet. Es wird aufgezeigt wie diverse Präventions-Mechanismen für die Eindämmung von Epidemien funktionieren sollen bzw. wie diese scheitern. Ursprungsort ist in diesem Fall ein Urwald in Afrika. Nachdem der Virus sich rasendschnell in komplett Afrika ausbreitet, wird der komplette Kontinent vom Rest der Welt abgeschottet. Häfen werden gesperrt, Landverbindungen nach Europa und in den nahen Osten werden gesprengt. Soweit so gut. Ab diesem Punkt beginnt die Geschichte sich auf einen Regiment Marines zu fokussieren die am Suez-Kanal stationiert sind um Infizierte davon abzuhalten eben diesen Kanal zu überqueren.

Natürlich geht alles fürchterlich in die Hose. Man zieht sich zurück auf ein Kriegsschiff der US-Marine und shippert Richtung Staaten. Als sie dort nach einigen Problem ankommen, stellt sich natürlich heraus, dass auch die USA zu großen Teilen bereits von Infizierten überrant wurde. Kurzentschlossen desertieren die Soldaten unter der Führung ihres Generals und machen sich auf die Suche nach einer Virologin die kurz davor ist einen Impfstoff fertigzustellen.

Das ist also die Story im Schnelldurchlauf. Gerade der erste Teil der Geschichte mit der globalen Sicht auf die Epidemie eines Zombie-Virus hat mir sehr gut gefallen, da es einfach mal eine andere Darstellung der Zombie-Apokalypse war. Was mich allerdings gestört hat, war wie leicht die Stellung der Marines am Suez-Kanal überrant wurde. Ich mein, schlecht vorbereitet haben die sich nicht. Alles vor dem Kanal wurde mit Mienen zugepflastert, es gab 3 Verteidigungslinien auf der anderen Seite des Kanals und Luftunterstützung stand zur Verfügung. Das sollte doch ausreichen um eine „Herde“ von 10.000 Zombies kalt zu machen. Aber es findet kein großflächiges Bombardement statt. Es werden nur zwei Helikopter als Luftunterstützung beordert. Und dann wird die Stellung überrant. War mir irgendwie stupide, dazu vor Afrika mit riesigen militärischen Aufwand abgeriegelt wurde. Die zweite Hälfte wird dann aber zunehmend zum klassischen Zombie-Genre Vertreter. Muss man eigentlich nicht näher beschreiben. Gruppe dezimiert sich immer mehr, psychische und physische Belastung wird größer. Same shit as usual.

Nichts destotrotz werde ich mir in naher Zukunft den zweiten Teil Der Auftsieg der Toten zulegen. Achja, bevor ich es vergesse muss ich mich mal wieder über die Titel der deutschen Ausgaben auskotzen. Im Original heißt das erste Buch Plaque of the Dead. Was ja auch Sinn ergibt, im Gegensatz zum deutschen Titel Die Jahre der Toten. Meine Fresse, das Buch spielt in einem Zeitraum von nichtmal einem Jahr. Wie kommt man da auf so einen verkackten Titel!? Der zweite Teil heißt im orig. übrigens Thunder and Ashes.  No comment.

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